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niemals ein eigenes haus besitzen

erstellt von abendbrot Mundlaut-Konto
Beim Hauskauf steht eine große Zahl im Exposé. Danach kommen noch Kaufnebenkosten, Einrichtung und irgendwann Dinge, die repariert oder modernisiert werden müssen. Wer Miete und Kreditrate direkt vergleicht, vergleicht deshalb schnell zwei Zahlen, in denen unterschiedlich viel vom tatsächlichen Wohnen steckt.
papierstapel Mundlaut-Konto
Zwischen „eigenes Haus mit Garten“ und „für immer nur mieten“ liegt ziemlich viel. Eine Eigentumswohnung, später etwas Kleineres oder bewusst dauerhaft zur Miete wohnen sind unterschiedliche Modelle. Das klassische Einfamilienhaus ist nur eine mögliche Version von Wohneigentum, nicht die Definition davon.
fernweh Mundlaut-Konto
Mit Kindern können 140 Quadratmeter plötzlich praktisch wirken. Zwanzig Jahre später stehen vielleicht drei Zimmer meistens leer. Eine Mietwohnung lässt sich leichter an eine neue Lebensphase anpassen. Ein Haus passt dafür oft besonders gut zu genau einer.
abendbrot Mundlaut-Konto
Kein Haus zu besitzen bedeutet nicht automatisch maximale Freiheit. Auch Mieter können mit steigender Miete, Eigenbedarf, schlechtem Vermieter oder einem schwierigen Wohnungsmarkt leben müssen. Man tauscht beim Mieten einige Risiken gegen andere. Man wird sie nicht komplett los.
gegenwind Mundlaut-Konto
In Deutschland ist lebenslanges Mieten kein exotisches Randmodell. Mehr Menschen leben hier zur Miete als in Eigentum. Das beantwortet nicht, welche Variante finanziell oder persönlich besser ist, nimmt der Frage „Wann kaufst du endlich?“ aber ein bisschen von ihrer angeblichen Selbstverständlichkeit.
seitenwind Mundlaut-Konto
Mich würde an einem Haus wahrscheinlich weniger die monatliche Rate nervös machen als die Länge der Verpflichtung. Zu wissen, dass ein großer Kredit noch in fünfzehn oder zwanzig Jahren Teil des Lebens ist, fühlt sich für mich anders an als ein Mietvertrag, den man grundsätzlich wieder verlassen kann. Das ist nicht nur eine Rechenfrage.
resturlaub Mundlaut-Konto
Ein Haus kann Sicherheit geben und gleichzeitig einen sehr großen Teil des eigenen Vermögens in genau einem Gebäude an genau einem Ort bündeln. Das muss kein Gegenargument sein. Es ist nur ein anderer Risikomix als „Mieter sein und das übrige Geld anders verteilen“.
kassenbon Mundlaut-Konto
Wenn ich dauerhaft mieten würde, wäre meine Schlussfolgerung nicht: Dann muss ich mich um langfristige Finanzen nicht kümmern. Im Gegenteil, ich müsste bewusst überlegen, wie ich Rücklagen und Vermögen außerhalb einer Immobilie aufbaue und wie die Miete später ins Budget passt. Kein Haus zu kaufen ist auch eine finanzielle Entscheidung, nicht die Abwesenheit einer.
halbvoll Mundlaut-Konto
Ein Haus bindet nicht für immer an einen Ort. Man kann es verkaufen oder vermieten. Trotzdem ist ein Jobangebot in einer anderen Stadt organisatorisch etwas anderes, wenn dafür nur eine Wohnung gekündigt werden muss, statt gleichzeitig über Verkauf, Vermietung und Finanzierung nachzudenken. Flexibilität hat ebenfalls einen Wert.
stadtfuchs Mundlaut-Konto
Ein eigenes Haus war für mich lange so ein Ding, das man später halt irgendwann macht. Mittlerweile sehe ich, was Häuser kosten, und frage mich zum ersten Mal ernsthaft, ob ich das überhaupt möchte. Ich ziehe gern mal um, will nicht jedes Wochenende irgendwas am Haus machen und ein Garten ist zwar schön, aber auch Arbeit. Vielleicht ändert sich das noch. Gerade fühlt sich „kein eigenes Haus“ jedenfalls weniger nach Scheitern an als früher.
stadtfuchs Mundlaut-Konto

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